Es geht um... Blockchain und die Kryptowährungen

26.09.2018, Georg Breidler

Gut geschützt

Die eingesetzten Technologien für Kryptowährungen wie Bitcoin mit der dazugehörigen Blockchain arbeiten mit pseudonymisierten Daten. Es ist zwar jedem Nutzer möglich, alle bisher geleistete Überweisung in der Chain einzusehen, jedoch wird in jeder Zeile der Sender und Empfänger hinter dem Public Key versteckt. Jeder Betrag ist dem öffentlichen Schlüssel des Besitzers zugeordnet, nicht der Person selbst. Als weitere Sicherheitsmaßnahme ist dieser Wert noch hinten einem Hash versteckt.

Nur, wer den privaten Schlüssel zu dem entsprechenden öffentlichen Schlüssel besitzt, kann auch über die Beträge verfügen. Das könnte man analog zu Bargeld sehen.

Die Kontroverse

Anders würde es nun aber aussehen, wenn man den Public Key einer Person zuordnen kann. Eventuell ist ein Profil des Benutzers mit dem Schlüssel verknüpft, das kann beim Erstkauf von Bitcoins über ein Portal passieren. Oder der Nutzer selbst verrät seine Zugehörigkeit über einen anderen Kanal. In diesem Zusammenhang könnte man die Public Keys personenbezogen sehen.
Denkt man nun an die DSGVO und die darin enthaltenen Rechte auf Löschung und Berichtigung, kollidieren hier die Systeme, da die Blockchain nun mal davon lebt, nicht manipuliert oder gar Datensätze gelöscht zu werden.
Auch kann kein Verantwortlicher für die Berichtigung ausgemacht werden, da die Blockchain ja keinen unmittelbaren Besitzer hat und dezentral von jedem Benutzer gespeichert wird.


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Fazit

Es ist jedoch unvorstellbar, dass diese Problematik zu einer Einschränkung oder gar Verbot dieser Technologien innerhalb der EU führen könnte, dafür sind Kryptowährungen und Blockchain schon zu etabliert und nicht mehr wegzudenken. Es wäre jedoch vorstellbar, dass Unternehmen, die einen Bezug zu Personen über die Chain herstellen können, sich mit einer größeren Sorgfalt diesen Daten widmen sollten, um das Risiko einer Strafe auszuschließen.